Und dann kam Lilly…

Heute schreibe nicht ich diesen Artikel, sondern Ricarda Simons, Bloggerin und Frauchen von Dalmatiner Lilly. Auf ihrem Blog Und dann kam Lilly… schreibt sie zusammen mit ihrer Dalmatiner Hündin rund um das Leben ihres Hundes. Ich wünsche viel Spaß mit der Geschichte von Lilly!

„Ich bin mit Doggen groß geworden und liebe die sensiblen Riesen über alles. Deswegen stand für mich recht schnell fest, dass ich auch eine Dogge haben wollte. Eine Dogge und nichts anderes. Da ließ ich nicht mit mir handeln 😉

Dalmatiner mit Blumenkranz

Lilly, die Dalmatiner Hündin ist das perfekte Model

Mit dem Alter kam die Weisheit und auch ich habe eingesehen, dass eine Dogge für unsere damalige Wohnung einfach eine Nummer zu groß war. Wir suchten also nach einer Rasse, die vom Charakter her vergleichbar mit dem Charakter einer Dogge war und kamen auf den Boxer. Bzw. ich kam auf den Boxer. Mein Göttergatte kam auf den Dalmatiner. „Der hat Punkte, wie deine Kira!“, so sein vollkommen überzeugtes Argument 😉 Kira war unsere letzte Dogge. Eine schwarz-weiße Hündin mit stolzen 80kg! Da dieses absolute Totschlag-Argument *haha* mich ins Grübeln brachte, machte ich mich auf die Suche. Ich stellte das Internet komplett auf den Kopf und sog alles auf, was nur ansatzweise mit Dalmatinern zu tun hatte. Ich kontaktierte diverse Züchter und quetschte auch diese aus. Irgendwann stand dann unser Entschluss fest. Ein Dalmatiner soll es sein. Ein freundlicher, aufgeschlossener und sportlicher Hund. Passt doch, haben wir uns gedacht 😉

Und dann kam Lilly … 😉

Ich würde sagen, dass es Schicksal war, dass Lilly zu uns gefunden hat, denn eigentlich suchte nur noch ein Punktemädel ein Zuhause und das war nicht unsere Lilly, denn sie sollte bei der Züchterin bleiben und zur Zucht zugelassen werden. Eigentlich, denn es sollte alles anders kommen.

Spaziergang am Strand mit Dalmatiner

Ricarda und Lilly sind ein eingespieltes Team

Als wir unseren ersten Termin hatte, eröffnete uns die Züchterin, dass Lilly doch zum Verkauf stehe, da sich herausgestellt hat, dass Lilly ein Birkauge bekommt (Lilly’s halbes, blaue Auge), ein Zucht ausschließender Fehler. Die Züchterin hat das Blau vorher einfach nicht gesehen, weil die Augen noch sehr dunkel waren – unser Glück 😉
Es waren also jetzt wieder zwei Mädels im Rennen um unsere Herzen. Cora, Lilly’s Schwester war ein richtig wilder Feger, Lilly war eher ruhig und machte es sich direkt auf meinem Schoß bequem. Unsere Entscheidung fiel also auf Lilly, weil wir einen ruhigen Vierbeiner an unserer Seite haben wollten.

 

Übrigens, eigentlich sollte Lilly Holly heißen aber dieser Name schien uns unpassend, weil wir bei Holly immer an einen frechen Vierbeiner denken mussten. Und so wurde aus Holly Lilly. Wie man sich täuschen kann 😉

Nach dem ersten Kennenlernen mit vier Wochen, folgten noch drei weitere Treffen und immer war Lilly sehr ruhig und machte einen ausgeglichenen Eindruck. Mit 9 Wochen holten wir dann unseren wilden Feger ab. Ja, Lilly hat sich so Einiges bei ihren Geschwistern abgeschaut und der Name Holly wäre gar nicht mehr so verkehrt gewesen 😉

Man bekommt nicht den Hund, den man möchte, sondern den Hund, den man braucht

Dalmatiner Hünding Lilly flitzt durch die Weinberge

Dalmatiner Hünding Lilly flitzt durch die Weinberge

Lilly war ein sehr neugieriger, aufgeweckter und vor allem unheimlich schlauer Welpe. Ich hatte mir damals ein Welpenbuch gekauft, indem ein Trainingsplan á la „Was ihr Welpe dann und dann können sollte!“ enthalten war. Ich würde sagen, wir hatten diesen Trainingsplan in rasender Zeit abgearbeitet *hust* Der „Nachteil“ von schlauen Hunden ist oftmals, dass diese auch besonders sensibel sind und recht schnell damit beginnen, sich über Gott und die Welt Gedanken zu machen. Obwohl wir Lilly überall mit hingenommen haben, sei es in den Baumarkt, ins Café oder in den Aufzug und Lilly auch alles gut gemeistert hatte, wurde sie im Laufe der Zeit immer ängstlicher.

Manchmal wusste ich noch nicht mal genau, wovor sie Angst hatte. Ihre Angst war für mich einfach nicht ersichtlich, was es natürlich für mich auch umso schwerer gemacht hat, ihr in diesen Situationen zu helfen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nie mal heulend auf dem Bett gesessen habe und einfach nicht mehr weiter wusste.

 Und wenn du denkst es geht nicht mehr …

… kommt von irgendwo ein Lichtlein her. So pflegt meine Mama immer zu sagen und sie hat Recht. Es hat mir unheimlich geholfen, tief Luft zu holen bis 10 zu zählen und zu lernen Lilly so zu akzeptieren wie sie ist. So mag sie zum Beispiel keine fremden Menschen ohne Hund. Dafür aber mit Hund, denn andere Hunde geben ihr Sicherheit. So ist sie nun mal. Und wir können sie in dieser Hinsicht nicht ändern. Und das wollen wir auch gar nicht. Unser Ziel in den letzten Jahren war und ist es, Lilly so viel Sicherheit wie möglich zu geben und das ist uns auch gelungen, was für uns die Hauptsache ist.

Lilly ist wirklich eine wunderschöne Dalmatiner Hünding

Lilly ist wirklich eine wunderschöne Dalmatiner Hündin

Egal was ist, für uns ist Lilly der beste Vierbeiner, den wir uns vorstellen können. Und ich denke, wenn man das über seinen Hund sagen kann, dann ist das wie ein 6er im Lotto 😉 Sie ist unheimlich verschmust, sehr wissbegierig und benimmt sich draußen und drinnen (fast immer 😉 ) vorbildlich.

Es gibt da diese Geschichte vom Seelenhund. Lilly ist genau dieser Seelenhund für mich. Von Tag zu Tag, Monat zu Monat und Jahr zu Jahr wachsen wir immer mehr zusammen. Lernen voneinander. Gehen unseren Weg, manchmal machen wir auch einen kleinen Umweg. Und das alles ist das absolut Schönste und Größte für mich.“

Ich danke Ricarda für diese tolle Geschichte und die wunderschönen Bilder. Leo und ich hoffen, dass wir euch irgendwann einmal persönlich treffen können!

7 Kommentare

  1. Was für ein großartiger Artikel, Ricarda. Ich hatte noch nie was über „eure Story“ gelesen.. umso schöner sie einmal hier zu finden. Und wir haben SO VIELE Parallelen. 😉 Danke fürs Teilen! ❤

  2. Vielen Dank für eure lieben Worte 🙂 Es hat großen Spaß gemacht unsere Geschichte zu erzählen, zum ersten Mal glaube ich sogar 😉

    Und ein Treffen ist auch im Rahmen des Möglichen, wir sind nämlich öfter in Mittelhessen unterwegs und Heidelberg liegt ja auch nicht aus der Welt 😉

    Liebste Grüße,
    Ricarda & Lilly

  3. Jetzt kennen wir die Geschichte von Anfang an… 😉

    Man wächst an seinen Tieren/Hunden und ich glaube, es gibt für mich kein weiteres „Thema“, für das ich bereit wäre, mich dermaßen weiterzuentwickeln…

    LG Andrea mit Linda

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