Sonja Zietlow im Interview mit feingemacht

Für meine neue Rubrik „feingemachte Portraits“ konnte ich Sonja Zietlow, Moderatorin und Produzentin, für meinen erstes Portrait gewinnen. Die quirlige und kein Blatt vor den Mund nehmende Moderatorin liebt ihre Hunde über alles. Sonja ist Initiatorin des Vereins BESCHÜTZERinstinkte e.V., den ich euch in einem anderen Beitrag genauer vorstellen werde.

Sonja, wie bist du auf den Hund gekommen?

Sonja Zietlow ist ein riesen Hundefan

„Ich habe schon immer Hunde geliebt. Bin ihnen, zum Schrecken meiner Mutter, um den Hals gefallen, auch wenn ich die Hunde nicht kannte. Und als ich das erste Mal Zeit für einen Hund hatte, bekam ich meine erste Hündin Laska (Border Collie). Sie hat mich gelehrt, wie bereichernd das Leben mit Hund ist.
In der turbulentesten Zeit meines Lebens, war Laska die Konstante,
die Freundin, die Partnerin! Eine Begleiterin, die niemals zweifelte und nie haderte, sondern voller Würde und Stolz ihr Frauchen neben sich herführte. 15 ½ Jahre durfte ich für sie perfekt sein. Ganz egal wer ich war, wie ich aussah oder was ich beruflich machte.“

Du bist beruflich viel eingespannt. Wie bekommst du den Alltag und deine Hunde unter einen Hut?

„Ich versuche meine liebe kleine Hündin Lila (7,5 kg) überall mit hin zu nehmen. Sie passt in eine kleine Flugtasche und ist es gewohnt, mitzufliegen oder mitzufahren. Sie kommt mit auf den Golfplatz, geht mit Wandern oder Joggen und auch im Studio ist sie ein ruhiger und gern gesehener Gast. Sollte sie mal nicht mit dürfen, passt entweder mein Mann auf die Hunde auf (er hat eine kleine Podenco Portugues Hündin) oder unsere gute Fee. (Haushälterin)“

Du engagierst dich sehr für Tiere, wie bist du zum Tierschutz gekommen?

Lila, Sonja Zietlows Mischlings-Hündin

Lila, Sonja Zietlows Mischlings-Hündin

Hunde bereichern unser Leben, riechen Stimmungen, fühlen Tränen,
zaubern stets ein Lächeln auf die Lippen, auch in noch so düsteren Zeiten.
Ein Hund hadert nicht mit seinem Gegenüber, stellt ihn nicht in Frage. Das macht den Hund zum perfekten Therapeuten. Deswegen gibt es BESCHÜTZERinstinkte e.V.: Zur Förderung der Mensch-­‐Hund-­‐Beziehung, insbesondere für benachteiligte Kinder und Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Hunde geben Ihnen Lebensfreude zurück, unterstützen im Alltag, lenken ab vom eigenen Leid. Sie sind Motivator, Spielgefährte, Wegbegleiter. Hunde sind wahre Tausendsassa, genau das vermittelt BESCHÜTZERinstinkte und unterstützt Kinder und Erwachsene, die unsere Hilfe, und die unserer Hunde, brauchen.“

Wie aktiv bist du noch im Tierschutz? Was genau tust du?

„Der Tierschutz ist aus meiner Sicht nicht das, was es sein sollte: eine Hilfe zur Selbsthilfe. Auf Mallorca sind viele Spanier im Glauben, dass
Deutschland nicht genug eigene Hunde hat, sie deswegen aus Mallorca importiert werden müssen. Daher und aus vielen anderen Gründen, habe
ich mich aus dem Tierschutz zurück gezogen. BESCHÜTZErinstinkte e.V.
hat noch eine kleine Sparte, die blue:dogs, die vereinzelte und ausgesuchte Hunde in Not vermittelt.“

Mit deinem Verein BESCHÜTZERinstinkte unterstützt du tiergestützte Therapie für behinderte und kranke Kinder. Was genau passiert bei dieser Therapie und warum ist sie so wichtig für die Kinder?

Beschützerinstinkte e. V.

„Diese Frage zu beantworten, wäre sehr umfangreich, da die Tiergestützten Interventionen in verschiede Bereiche unterteilt werden. Wichtig ist, dass es bei der Tiergestützten THERAPIE immer ein Behandlungsziel geben muss. Außerdem muss der Hundeführer abgeschlossenes Studium in einem pädagogischen, sozialen, medizinischen oder biologischen Bereich haben, wie zum Beispiel: PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen, BiologInnen, TierärztInnen!
Eine andere Tiergestützte Interventon ist die Tiergestützte AKTIVITÄT /
FÖRDERMASSNAHMEN. Zum Beispiel Heim-­Besuchshunde. Die Besuchs-­
Teams haben im besten Falle, wie bei uns bei BI, einen Wesenstest des
Hundes, außerdem haben die Menschen mehrere Fortbildungen mit
Zertifizierung zum Besuchsdienst in Kinderdörfern, Kinderheimen, Altersheimen etc.!

Ergo bekommen schwerst behinderte Kinder eher eine Tiergestützte Therapie. Die Motivation der Kinder ist größer, wenn sie einen wertfreien Hund vor sich haben, ihn streicheln zu wollen, oder ihm ein Leckerlie zu geben. Da kann das Kind plötzlich den Kopf heben oder ein kleines Leckerlie in die Finger nehmen, was ein Therapeut sehr lange mit Übungen versucht.

Sonja Zietlow undein Teil ihres Rudels

Traumatisierte Kinder können wir gut mit unseren Besuchshunden beglücken. Hier geht es darum, die Lebensqualität zu steigern. Die Kinder bekommen mehr Selbstbewusstsein, denn sie sind der Chef im Ring. Sie lernen soziales Verhalten und Werte, wie man mit einem Hund umzugehen hat und wie nicht. Der Hund ist klar, gibt direkte Resonanz. Kinder und Hunde verstehen sich ohne Worte.
Außerdem fördert BESCHÜTZERinstinkte finanziell Assistenzhunde, die zum Beispiel Unter-­‐ oder Überzucker beim chronisch kranken Kind riechen können und die gefährliche Ohnmacht frühzeitig vorwarnen. Sie können das Licht anmachen, einen Notknopf bedienen, Hilfe holen oder auch die lebensrettenden Gummibärchen.“

Was sind deine weiteren Pläne oder Projekte?

„Ich möchte einfach so weiter machen. Nicht mehr, nicht weniger.“

Ich sage Danke an Sonja Zietlow für dieses Interview und ihre ehrlichen Worte. Den Verein BESCHÜTZERinstinkte werde ich euch in einem separaten Artikel vorstellen.

 

 

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