Sam Khayari im Interview mit feingemacht

Kreativnomade Sam Khayari

Kreativnomade Sam Khayari

Sam, Mittdreißiger, Gastarbeiterkind, 80er Kind, 90er Teenie. So beschreibt er sich selbst auf seiner Webseite. Ein Kreativnomade ist er, weil er lange rastlos auf der Suche nach dem richtigen Medium bildlich gewandert ist, um das festzuhalten, was er empfindet und sieht.

Schüchtern, kreativ, humorvoll ist er und sieht dabei immer mit dem Herzen. Er ist kein Freund großer Worte, und so verwundert es nicht, dass sein Credo lautet: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ein Polaroid hat seine Leidenschaft entfacht, Momente für ewig festzuhalten.

Er photoshopt Bilder nicht zu tode und zeigt trotzdem die wahre Schönheit des Menschen oder Tieres vor der Kamera. Die Leidenschaft des Momentes einfangen, das ist es, was er will und was ihn glücklich macht. Völlig unaufgeregt, geduldig, ja fast wie eine Wildkatze, tigert er am Set umher und bereitet alles in Ruhe und ohne viel Tamtam vor. Er ist der eigentliche Star am Set und weiß es nicht mal.

feingemacht Fotoshootings mit Kreativnomaden Sam Khayari

feingemacht Fotoshootings mit Kreativnomaden Sam Khayari

Mit 15 hat er die Spiegelreflex seines Vaters für sich entdeckt, erlernte das Fotohandwerk und verbrachte viel Zeit in der Dunkelkammer. Schon früh erkannte er seine Leidenschaft für Schwarzweiß Fotografie. Und das kann er ziemlich gut. Ich habe bereits mehrere Shootings mit Sam gemacht und bin jedes mal von den Bildern begeistert, da seine Bilder einfach den einen Moment einfangen, auf den es ankommt. Ich habe heute mal die Kamera auf ihn gerichtet und dem lieben Sam mal ein paar Fragen gestellt.

Am Set mit Sam Khayari

Am Set mit Sam Khayari

Wen knipst du lieber? Hund oder Mensch?

Ein „lieber“ gibt es in diesem Sinne gar nicht, beides hat ganz besondere Vorzüge. Das wichtigste ist die Empathie zwischen Model und Fotograf, egal ob tierisch oder nicht.

Worin liegt die Schweirigkeit beim Shooting mit einem Hund?

Fotograf beim Arbeiten

Sam Khayari bei seiner Arbeit

Die Herausforderung bei einem Hund ist das erste „Beschnuppern“. Ich lasse den Hund gerne an der Kamera riechen, damit er mich und mein „Werkzeug“ kennenlernt. Es ist auch wichtig ihm genug Zeit zu lassen und ihm die Möglichkeit zu geben auf einen zu zu laufen, damit man ihm zeigt, wer das „Sagen“ hat. Mit einem Hund sollte man maximal zwei Stunden shooten, danach wir des zu viel Stress für den Hund. Man muss auch viel Geduld haben, denn der Hund macht nicht immer das, was der Fotofraf will 🙂 .

Was können Menschen von Hunden lernen?

Hunde können ganz gut die Energie, des Fotografen spüren und lassen sich dadurch mehr ein und vergessen schnell, dass eine Kamera zwischen Fotograf und Hund steht. Das wünsche ich mir manchmal bei unerfahrenen Models.

Du hast bisher schon ein paar Hundeshootings gemacht. Gibt es ein „Bild“ was du unbedingt mal mit einem Hund shooten willst?

Ich würde gerne eine Serie mit Hilfshunden und ihren Besitzern machen, weil es so eine besondere Beziehung zwischen Tier und Mensch ist.

Was fasziniert dich an der Fotografie?

Ich finde es faszinierend, wenn andere nur mit einem Blick auf eines meiner Bilder, die Energie und Gefühle spüren können, die ich in dem Moment gespürt und gesehen habe. Ein Zusammenspiel von Idee, Technik und Gefühl in einem Bruchteil einer Sekunde.

Wo steht die Fotografie deiner Meinung nach in 20 Jahren?

Auch für verrückte Shoots ist Sam Khayari zu haben

Auch für verrückte Shoots ist Sam Khayari zu haben

Meiner Meinung nach wird die Fotografie, trotz technischen Fortschritts, auch in 20 Jahren bestehen und das Bedürfnis wichtige schöne emotionale Momente festzuhalten gewinnt aufgrund der Schnelllebigkeit immer mehr an Bedeutung.

Mein lieber Sam, das waren aber ganz schön viele Worte für dich 🙂 . Ich danke Sam für das Interview und freue mich schon auf unsere weiteren gemeinsamen Projekte.

Ich wünsche ihm viel Erfolg bei allem, was er tut. Er ist ein ganz besonderer Mensch, nicht laut, aber dafür mit viel Herz und Blick für das Schöne! Und ich bin dankbar, dass ich ihn zu meinen Freunden zählen kann!

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