Französische Bulldogge und ihr Herrchen regieren Wiesbaden

Oberbürgermeister Sven Gerich und seine französische Bulldogge Bobby im Wiesbadener Rathaus

Oberbürgermeister Sven Gerich und seine französische Bulldogge Bobby im Wiesbadener Rathaus

Ich lebe in Wiesbaden. Schon ziemlich lange. Ich mag diese Stadt, etwas spießig aber sehr charmant. Hier lässt es sich sehr gut leben, vor allem als Hundehalter. Als 2013 unser neuer Oberbürgermeister Sven Gerich mit seiner französischen Bulldogge Bobby ins Rathaus einzog dachte ich: Eine Bulldogge, die Wiesbaden regiert? Das gefiel mir, denn ich bin der festen Meinung, dass Hunde unser Leben schöner machen. Ich wollte mehr über unseren Oberbürgermeister wissen, warum er seinen Hund mit ins Rathaus nimmt und wie das so im politischen Alltag mit den beiden funktioniert.

Also habe ich im Rathaus Wiesbaden angefragt, ob Oberbürgermeister Gerich und sein Hund Bobby etwas Zeit für eine Wiesbadener Hundebloggerin haben. Sven Gerich und Bobby sagten ja, und im September war es dann soweit: Ich besuchte die beiden im Rathaus. Ich wurde sehr herzlich und freundlich von Sven Gerich, Bobby und den restlichen Mitarbeitern des Rathauses empfangen. Sven Gerich und ich sind dann mit Bobby zu einem Spaziergang in den Kurpark aufgebrochen. Bobby war etwas langsam unterwegs, da er vor kurzem eine Bandscheiben-Operation hatte. So hatte ich genug Zeit um Fragen zu stellen, wie er zu Bobby kam und wie sich Bobby so als „First Dog“ der Stadt Wiesbaden macht 🙂 .

Ein Hund im Rathaus?

Sven Gerich und sein Mann Helge kamen zu Bobby wie die Jungfrau zum Kind. Bobby gehörte vorher einer älteren Dame und Sven Gerich kümmerte sich ab und zu um Bobby. Da Bobby ziemlich krank war (er litt stark unter Allergien), konnte sich die Dame irgendwann nicht mehr so gut um den kleinen Bulldoggenmann kümmern.

französische Bulldogge

First Dog von Wiesbaden – Bobby Gerich

Also nahmen Sven und sein Mann Helge den kleinen Bobby bei sich auf. Mittlerweile geht es Bobby bei den beiden richtig gut, er bekommt Medikamente und auch spezielles Futter und so haben sich die Allergie-Symptome stark reduziert. Als Sven Gerich 2013 zum Oberbürgermeister gewählt wurde, stand für ihn fest, dass auch Bobby mit im Rathaus einziehen wird. Da jeder Dienststellenleiter entscheiden kann, ob er Hunde in seiner Dienststelle erlaubt oder nicht, hat er sich natürlich dafür entschieden.
Und mit Bobby funktioniert das sehr gut. Die Mitarbeiter kommen alle gut klar mit ihm und mittlerweile ist Bobby auch so eine Art Berühmtheit in der Stadt. Auf Besucher reagiert er freundlich, wenn man nicht gleich auf ihn zustürmt. Das Bild von einer französischen Bulldogge im Rathaus ist einfach so charmant und ich finde es einfach super, dass der Oberbürgermeister seinen Hund mit ins Rathaus nimmt.

Hunde lockern unseren Alltag sehr auf und entspannen auch manchmal Situationen am Arbeitsplatz. Für mich war es ein Bild für die Götter, Bobby im Zimmer des Oberbürgermeisters zu sehen – fast so, als gehöre Bobby schon immer ins Rathaus. Übrigens trägt Bobby ein Geschirr, auf dem „First Dog“ drauf steht. Sollte man also den Oberbürgermeister mal nicht gleich erkennen, seinen Hund Bobby erkennt man so auf jeden Fall 🙂 .

Politischer Alltag mit einem Hund

Sven Gerich nimmt seinen Hund Bobby nur mit ins Rathaus, wenn es der Terminkalender zulässt. Es ist immer ein kleiner Organisations-Akt und muss mit dem Terminplan des Oberbürgermeisters genau abgestimmt werden. Ehemann Helge kümmert sich um Bobby, wenn er mal nicht mit ins Rathaus oder auf Reisen darf. Die beiden haben einen genauen Plan, wann Bobby wo ist und wer ihn wo abholt 🙂 . Aber auch einige Mitarbeiter gehen mittags auch schon mal mit Bobby eine Runde Gassi. Dieses Engagement finde ich toll, zeigt es doch, dass auch im Rathaus Platz für einen Hund ist.

Als ich mit Sven Gerich und Bobby durch die Stadt lief, wurden beide ziemlich oft erkannt und begrüßt. Gerade Sven Gerichs offene und charmante Art finde ich ganz toll. Er ist ein Oberbürgermeister zum Anfassen und grüßt jeden Bürger sehr freundlich. Ich persönlich finde, dass Wiesbaden mit seinem jetzigen jungen, sympathischen und engagierten Oberbürgermeister viel Glück hat, denn Sven Gerich gibt alles für seine Stadt und ist ein Hundemensch durch und durch, auch wenn er manchmal unbequeme Aufgaben hat, wie die Verdoppelung der Wiesbadener Hundesteuer zu rechtfertigen.

französische Bulldogge im Park

Oberbürgermeister Sven Gerich und sein Hund Bobby

Ganz besonders beeindruckt hat mich Anfang des Jahres sein Engagement für die No Pegida Bewegung. Sven Gerich hat bei dem No Pegida Spaziergang eine Rede gehalten, die wirklich unter die Haut ging. Mehr als 8000 Menschen waren Anfang des Jahres auf die Straße gegangen und haben ihre Stimme gegen Pegida erhoben. Ich selbst war auf diesem Spaziergang durch Wiesbaden mit dabei und war beeindruckt von den Wiesbadener Bürgern. Da habe ich Wiesbaden wohl etwas verkannt, denn ich hätte niemals damit gerechnet, dass so viele Menschen in Wiesbaden gegen Pegida auf die Straße gehen.

Ich danke Sven Gerich und Bobby für ihre Zeit und den netten Empfang im Rathaus. Sven Gerich ist wirklich ein Oberbürgermeister für alle Wiesbadener, ein charmanter Typ, Hundebesitzer mit Herz und für einen Politiker ist er  ziemlich locker *zwinker* :-).

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