Hunderassen

Irish Terrier – über das Leben von Lotte, wohlriechenden Ohren und Froschschenkeln

Frisch getrimmt, ein Irish Terrier mit seiner Hundefriseurin Franziska Knabenreich

Frisch getrimmt, ein Irish Terrier mit seiner Hundefriseurin Franziska Knabenreich

Da ich gesten schon über die Fellpflege und das Trimmen von Irish Terriern geschrieben habe, habe ich mir gedacht, dass ich gleich einen Artikel über den Irish Terrier an sich schreibe. Ich persönlich bin ein riesen Irish Terrier Fan, denn das sind die einzigen Terrier die durchweg auf meinem Trimmtisch nett zu mir sind. Und mit nett meine ich: kein Knurren, kein Lefzen ziehen, kein Zähne zeigen, kein Winseln, kein Kratzen, kein Beißen, kein Knapsen, kein Tanzen, kein Singen und kein Jammern. Ja, man könnte meinen ich arbeite in einem Entertainment Etablissement :-). Aber so sieht leider oft mein Hundefriseur Alltag aus, denn viele Terrier sind leider alles andere als nett. Deswegen auch mein Spruch: Terrier kommt von Terror. Nun ich werde in der Regel mit jedem Terrier auf meinem Tisch fertig, und deswegen liebe ich die Irishs so sehr. Da ich selbst kein Irish Terrier Kenner bin, habe ich mir bei einer lieben Kundin von mir ein Statement zu der Rasse Irish Terrier eingeholt. Lotte ist eine hübsche kleine Irish Terrier Dame, die mit ihrem Frauchen Stefanie Schillings regelmäßig zu mir zum Trimmen kommt. Da Lotte ein recht zierliches Exemplar ist, darf sie auch etwas Haare an den Beinen behalten :-). Ich habe Frau Schillings gebeten mich bei diesem Blogartikel zu unterstützen und so hat sie mir ihre Geschichte mit Lotte erzählt 🙂 .

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Lasst eure Hunde nicht abscheren – pflegt sie lieber richtig!

Fellpflege für Hunde ist für alle Rassen wichtig, damit das Fell richtig "arbeiten" kann

Fellpflege für Hunde ist für alle Rassen wichtig, damit das Fell richtig „arbeiten“ kann

Ich werde mir wohl heute mit diesem Artikel wenig Freunde machen. Aber es muss einfach mal gesagt werden: Abscheren ist das Schlimmste was ihr eurem Hund antun könnt! Wir fangen aber erstmal ganz von vorn an. Der Hund hat Fell, dass ihn vor Sonne, Hitze, Wasser und Schmutz schützt. Egal ob er langes oder kurzes Fell hat, das Fell hat diverse Funktionen. Viele Leute denken immer, dass Hunde genau so schwitzen, wie wir Zweibeiner. Das ist nicht ganz richtig. Hunde schwitzen nicht wie wir, jedoch gleichen sie ihre Körpertemperatur über die Schleimhaut der Zunge aus, durch Hecheln. Schwitzen können Hunde nur an einem Punkt, an den Füßen. Über die Fußballen regulieren sie also auch ihre Temperatur, und somit sind Stinkepfoten keine Seltenheit bei unseren Vierbeinern. Viele Leute denken aber, dass ihr Hund im Sommer schwitzt und dass Abscheren die logische Konsequenz ist, damit der Hund nicht mehr schwitzt. Das ist falsch, denn ohne sein Fell bekommt der Hund Sonnenbrand und das fehlende Fell kann den Hund nicht mehr schützen und als Klimaanlage funktionieren. Immer wenn ich einen stark verfilzten Hund sehe frage ich mich, ob sich die Leute vorher keine Gedanken gemacht haben, als sie sich ausgerechnet diese Rasse zugelegt haben. Klar der Mensch will es immer einfach und leicht. Der Hund soll nicht haaren? Klar, kein Problem, dann kreuzen wir eben Pudel mit anderen Rassen und erhalten Doodles, die theoretisch nicht haaren, die aber noch mehr Unterwolle haben und schnell verfilzen. Langes Haar muss gepflegt und gekämmt werden. Das ist nunmal auch bei Hunden so.

Es bringt auch nichts alle 8 Wochen zum Hundefriseur zu gehen, der dann das Nichtstun des Besitzers versucht auszubügeln. Wenn das Fell verfilzt, kann es seinen Funktionen nicht mehr nachgehen. Es tut dem Hund an der Haut weh, die Haut kann nicht mehr

Hunde mit langem Fell benötigen besondere Fellpflege, viel Kämmen, damit das Fell nicht verfilzt

Hunde mit langem Fell benötigen besondere Fellpflege, viel Kämmen, damit das Fell nicht verfilzt

atmen und im schlimmsten Fall kann es zu Infektionen oder Parasitenbefall kommen. Oder der Hund kann nicht mehr richtig pullern, weil alles unten rum verfilzt ist, und somit fängt er an übel zu riechenJeden Tag 20 Minuten kämmen und Fellpflege sollte doch drin sein? Wenn ein Hund so schlimm verfilzt ist, dass selbst wir als Hundefriseure nichts mehr mit Entfilzungsspray, Kämmen und Bürsten anrichten können, muss man den Hund „notscheren“ damit die Haut wieder atmen kann. Dass das schlimm für das Fell und die Psyche des Hundes ist habe ich ja bereits auf meinem Blog mehrfach beschrieben. Am Besten man gewöhnt den Hund schon im Welpenalter an die böse Bürste und den blutrünstigen Kamm:-). Sollte euer Hund schon älter sein, sollte man mit viel Gedult an die Sache rangehen und auch einfach mal konsequent sein mit dem Bürsten, oder regelmäßig alle paar Wochen zur Fellpflege zum Hundefriseur gehen. Man muss langes Fell nicht unbedingt abschneiden, aber regelmäßiges Kämmen und Bürsten ist Pflicht. Wir Menschen pflegen uns ja auch, rasieren uns, baden uns, waschen uns, gehen zum Friseur, kämmen uns und ziehen uns tolle Sachen an. Warum tun wir das dann nicht mit unseren Hunden? Warum sehe ich soviel ungepflegte und müffelnde Hunde? Ich

Hunde mit langem Fell müssen regelmäßig gekämmt werden damit kein Filz entsteht

Hunde mit langem Fell müssen regelmäßig gekämmt werden damit kein Filz entsteht

persönlich möchte nicht mit einem verfilzten, haarenden oder stinkenden Hund unter einem Dach wohnen. Wir bieten jedem Hundebesitzer auch kleine Bürst- und Kämmtermine an, damit der Hund regelmäßig gepflegt wird. Es ist im Sinne eures Hundes, dass er sich auch wohl fühlt, denn ein gepflegter Hund fühlt sich nunmal wohl! Solltet ihr Probleme mit der Fellpflege eures Hundes haben, oder gar einen verfilzten Hund haben, helfe ich euch gerne weiter! Bis dahin viel Spaß beim Kämmen und Bürsten!

Fachlich, kritisch, streitbar – das neue DogTalking Magazin mischt die Hundeszene auf

Dogtalking Magazin

Dogtalking Magazin

Heute möchte ich euch kurz ein neues Hundemagazin vorstellen – die DogTalking. Erst seit kurzem auf dem Markt und schon provoziert dieses Magazin mit dem Artikel der aktuellen Ausgabe „Pfusch am Hund“. Ich sage dazu nur Daumen hoch. Allein das Cover provoziert mit einer Todesanzeige für einen Hund: „Der Hund – ca. 13.000 v.Chr. – 2050. Er wurde Opfer menschlicher Eitelkeit, übertriebenen Ehrgeiz und rücksichtsloser Profitgier.“ Johanna Esser, die Herausgeberin des Magazins, ist kein Fan von Weichspülerei sondern kommt schnell auf den Punkt und vertritt ganz klar die Meinung, dass der Mensch das Problem ist. Ich selbst habe einen Mops, der auch in der aktuellen Ausgabe der DogTalking thematisiert wird. Ich habe meinen Leo nicht von einem Züchter, sondern von einer Familie übernommen, die den kleinen, röchelnden und übergewichtigen

aktuelle Ausgabe der Dogtalking

aktuelle Ausgabe der Dogtalking

Mops verwahlosen haben lassen. Er war in einem echt üblen Zustand und ich habe mich diesem Tier angenommen. Zuchtbedingt hat er sehr schwer Luft bekommen, da sein Gaumensegel zu lang gezüchtet wurde und die Nase platt ist. Ich habe mich letztes Jahr für eine Gaumensegel OP entschieden und habe dies nicht bereut, da er heute viel besser Luft und hat an Lebensqualität gewonnen. Da ich also selbst einen „Qualzuchthund“ habe, sehe ich das Thema Qualzucht bei Hunden, genau wie die DogTalking, sehr kritisch. Man züchtet immer weiter und tut dem Hund damit kein Gefallen, aber Hauptsache die Bedürfnisse und die Wünsche des Menschen sind erfüllt. Wenn die Menschheit nicht so dumm und egoistisch wäre würde sie erkennen, dass Züchtungen wie Mops, Schäferhund, Englische Bulldogge oder gar Kreuzungen aus Pudel und Labrador kein Fortschritt für die Menschheit sind, sondern nur ein weiterer, trauriger Eintrag in das Höllenbuch der Menschheit ist. Der Mensch spielt Gott, ohne an das Tier zu denken. Die DogTalking ist jedem Hundebesitzer zu empfehlen, der sich ernsthaft mit seinem Hund auseinander setzen will. Interessante Themen wie Ernährung, Erziehung, Fellpflege, Knigge für Hundehalter und vieles mehr werden in diesem Magazin aufgegriffen. Da es noch ein recht junges Magazin ist, bekommt ihr es nicht überall, aber man kann sie ja abonnieren oder sich die Onlineausgabe runterladen. Schaut einfach mal auf der Seite der DogTalking vorbei! Vergesst die Dogs und die anderen weichgespülten Hunde- und Tiermagazine und schafft euch die DogTalking an. Liebe Grüße, eure Franzi feingemacht 🙂