Hundepflege

Goldendoodle, Labradoodle, Maltipoo, Cavapoo und Co – Fluch und Segen zugleich?

Cavapoo beim Hundefriseur

ein gepflegter Cavapoo sollte jeden Tag gekämmt werden

Cavapoo, Maltipoo, Cockapoo, Labradoodle, Goldendoodle und wie sie nicht alle heißen sind Hybridhunde oder auch Designerhunde. Ihre Eltern gehören zwei unterschiedlicher, ausgesuchter Rassen an und deren Kreuzung ist völlig beabsichtigt. Es sind also keine Mischlinge, deren Herkunft zufällig entstanden ist. Man möchte also bei den Designerhunden die positiven Eigenschaften beider Rassen herausstellen. Leider sind Designerhunde oft Opfer der Profitgier der Menschen oder durch die völlig absurden Wünsche der Kunden. Oder sagen wir es mal so: der Mensch möchte einen Hund haben, der nicht haart, der aber bitteschön nicht aussieht wie ein Pudel.
Also was tun? Richtig, neue Rassen züchten und den Leuten oft damit falsche Versprechungen machen. Leider zielen die Züchtungen oft auf reine Äußerlichkeiten und nicht auf Gesundheit aus.

Hält der Züchter sein Versprechen?

So entsteht der kinderliebe und intelligente Goldendoodle, der nicht haarende Labradoodle, der liebe und antiallergene Puggle und so weiter. Sicher sind das tolle Hunde, deren Eigenschaften man genau in der ersten Linie definieren kann. Wird mit Designerhunden jedoch weiter gezüchtet, sind das oft Mischlings-Wundertüten, denn man weiß dann nicht mehr, was raus kommt. Ich stehe Züchtern ja sehr kritisch gegenüber und unterstelle ihnen nur die Profitgier, aber das ist meine Meinung.

Cavapoo Fellpflege beim Hundefriseur

Cavapoo Barney nach seinem Besuch beim Hundefriseur

Aber was haben diese Designerhunde nun mit meinem Beruf zu tun? Richtig, die leeren Versprechungen, die die Züchter ihren Kunden beim Kauf eines Designer Hundes geben. Ein Goldendoodle haart nicht? Das ist schon oft richtig, aber er verfilzt so schnell, das man nicht bis drei zählen kann. Das der Kunde die Information bekommt, dass das Fell sehr Pflege intensiv ist und täglich mindestens 30 bis hin zu 60 Minuten gebürstet werden muss, würde ja vom Kauf abschrecken.

Und wie steht es mit dem Labradoodle? Der haart angeblich auch nicht. Ich habe auf die diversen Züchterseiten mal zum Thema Labradoodle rumgeschaut, da wird regelmäßiges Scheren empfohlen. Ahhhhhhhhhhh, ich krieg gleich n Schreikrampf, ist ist doch bitte nicht deren ernst. Ich habe sehr viele Labradoodles, die getrimmt werden können, also denen das alte, abgestorbene Fell mit den Händen rausgezupft werden kann. Es wäre eine Schande einen trimmbaren Labradoodle zu scheren. Aber Hauptsache schnell, schnell runter mit dem Fell. Das Thema Fellpflege wird den Leuten erst nach ein paar Wochen zu Hause klar, wenn der Hund immer schlimmer verfilzt oder haart. Und dann kommen sie zu mir und ich soll den Hund dann mal schnell scheren.Also empfehle ich unseren Kunden die richtigen Werkzeuge und zeige Techniken, wie man einen Goldendoodle richtig kämmt.

Letzter Ausweg, der Hundefriseur

Maltipoo Hund beim Hundefriseur

Maltipoo Choco muss regelmäßig gepflegt werden

Der Besuch beim Hundefriseur bleibt aber unabdingbar für die Hybridhunde. Denn gerade Hybridhunde müssen noch mehr gepflegt werden als normale Rassen, denn dort werden zwei unterschiedliche Fellsorten kombiniert, die eigentlich oft nicht zusammen passen. Zum Beispiel der Maltipoo, eine Kreuzung aus Malteser und Pudel. Ich hatte letzte Woche einen kleinen Maltipoo Welpen bei mir (siehe Foto), der schon einmal bei einem anderen Hundefriseur geschoren wurde. Da die Besitzer ihren Hunde super gekämmt haben, konnte ich dem kleinen Kerl eine süße Frisur, natürlich mit der Hand geschnitten, verpassen. Das Fell  dieser Hunde ist so pflegebedürftig, dass man jeden Tag kämmen muss, genauso wie beim Cavapoo. Wir haben bei uns im Hundesalon einige dieser Rassen, die wirklich ganz tolle und süße Hunde sind, mit einem sehr speziellen und tollen Charakter. Aber leider ist das Fell dieser Hunde oft schwer von den Besitzern in den Griff zu bekommen. Also schämt euch nicht, sondern kommt zu mir, ich berate euch gern!
Übrigens habe ich wieder einen neuen tollen Hundeblog entdeckt: Issn`Rüde, allein der Name ist der Hammer 🙂 Hier geht´s zu diesem tollen Blog, für den ich hoffentlich bald mal was zum Thema Fellpflege schreiben darf.

 

 

Das ist nicht die Haut, das ist Filz!

Über verfilzte, ungepflegte und muffende Hunde

Cavapoo Fellpflege beim Hundefriseur

Cavapoo Barney nach seinem Besuch beim Hundefriseur

Kommen wir heute mal zu einem meiner „Lieblingsthemen“, verfilzte Hunde. Nicht jeder hat einen kurzhaarigen Hund. Und wie sagt meine liebe Freundin Kristine immer: „wer nicht haart, verfilzt“. Fast täglich kommen zu mir Leute, die das Fell ihres Hundes nicht im Griff haben. Oft sagen sie: „ Mein Hund mag es nicht gekämmt zu werden!“. Em, ja ich mag es auch nicht zum Friseur zu gehen und stundenlang ruhig zu sitzen. Nun könnte man ja wieder das Totschlag-Argument rausholen: Hunde, die früher in der freien Wildbahn gelebt haben sind auch nicht zum Friseur gegangen. Nun, der Mensch stammt auch vom Affen ab, aber wir gehen mittlerweile aufrecht und pulen uns auch nicht mehr die Läuse gegenseitig vom Kopf. Leute, wacht auf, euer Hund lebt mit euch unter einem Dach! Merkt ihr denn nicht, wenn er verfilzt ist, verkrustete Augen hat, komisch riecht, haart wie die Sau oder diverse voll gesaugte Zecken am Körper hat? Ich kann es nicht nachvollziehen, wie manche Leute mit ihren, ja schon fast verwahrlosten Hunden, zusammenleben können. Mal ganz ehrlich, „unsere“ Kinder waschen wir doch auch jeden Tag, kämmen ihnen die Haare und ziehen ihnen saubere Klamotten an. Warum also lassen manche Leute ihre Hunde so verfilzen. Ah ja genau, der mag das nicht, gekämmt zu werden. Ja, ihr merkt schon, ich schreibe heute in einem etwas schärferen Ton, aber das Thema ist nun mal wirklich unangenehm. Schön finde ich dann auch, dass ich einen Hund endlich nach 90 Minuten so halbwegs entfilzt habe und dieser Hund 4 Wochen später wieder mit einem Filzpanzer zu mir kommt.

Warum Filz nichts Schönes ist

Ist der Hund bis auf die Haut verfilzt hilft oft nur die Notschur

verfilzter Hund der abgeschoren ist

Wenn man einen Hund, der längeres oder lockiges Fell hat nicht jeden Tag bürstet, fängt das Fell an zu verfilzen. Je nach Rasse und Fell geht das ruck zuck und in den schlimmsten Fällen ist der Filzpanzer so dicht, dass selbst ein erfahrener Hundefriseur nichts mehr verrichten kann. In diesem Fall droht die Notschur. Nicht schön! Filz bildet sich zuerst an Stellen, wo man schlecht kämmen kann wie zum Beispiel an den Innenseiten der Beine oder unter den Achseln. Wenn dort Filz entsteht, der an die Haut ziept, kann der Hund immer schlechter Laufen und hat sogar Schmerzen. Wenn jedoch der Hund noch länger nicht gekämmt wird und sich ein Filzpanzer über den ganzen Körper legt, hat ihr Hund ein echtes Problem. Die Haut kann nicht atmen und Parasiten fangen an sich richtig wohl im Filz zu fühlen. Und glaubt mir, einen Hund, der Flöhe hat verwandelt einen Hundesalon schnell in eine Quarantäne-Station! Habe ich erwähnt, dass der Hund auch anfängt zu riechen? Ich frage mich oft, warum manche Menschen ihre Hunde nicht bürsten und dann denken, der Hundefriseur wird´s schon richten. Genau genommen ist so etwas Tierquälerei, denn ein Hund der von oben bis unten verfilzt ist, leidet höllisch darunter. Naja, mal davon abgesehen, dass der Hund im Sommer auch einen Hitzeschlag bekommen kann, denn es kann gar keine Luft mehr durch das Fell und auf der Haut zirkulieren.

Mein Hund mag es nicht, gekämmt zu werden

verfilzter Hund

Ein verfilzter Hund leidet Qualen

Und da wären wir auch schon, bei meinem Lieblingssatz. Das Problem entsteht oft schon, wenn der kleine süße Welpe zu Hause einzieht. Ist der doch so niedlich und süß, versucht man ihn aber zu bürsten, fängt er an zu zappeln und zu quietschen. Dann hört man lieber schlagartig auf mit dem Bürsten, denn das gefällt dem Kleinen ja anscheinend nicht. Und zack, hat euer Kleiner gelernt: toll, wenn Frauchen mit der Bürste kommt muss ich nur ein bisschen rumzappeln, quietschen, ja vielleicht sogar knurren, und dann hört sie auf. Herzlichen Glückwunsch, euer Hund hat euch erfolgreich erzogen! Und dann nimmt das Drama seinen Lauf und der Hund verfilzt immer mehr. Und was nun? Richtig, zum Hundefriseur gehen, der den Kleinen dann abschert, aber bitte bis auf die Haut, damit er nicht so schnell wieder verfilzt. Nein, das sollte ein Scherz sein, aber leider sieht die Realität oft genauso aus, denn auch ich musste leider schon ein oder zwei mal eine Notschur bei einem Hund machen, weil er so schlimm verfilzt war. Das bricht mir jedes mal das Herz und macht mich richtig sauer. Ich kann nur an euch appellieren: lasst es nicht soweit kommen! Sucht euch Unterstützung bei der Fellpflege eures Hundes, lasst eure Hunde bürsten. Viele denken, dass ein Hundefriseur nur abschert. Mal davon abgesehen, dass wir das nicht tun, haben wir viele Hunde bei uns, die nur gebürstet oder entfilzt werden. Es muss nicht jedem Hund eine Frisur geschnitten werden, regelmäßiges Ausbürsten und Entfilzen steht auch auf meiner Tätigkeits-Liste als Hundefriseur.

Warum ein Bad nicht hilft!

Hund baden

verfilzte Hunde sollte man nicht baden

Wenn ein Hund verfilzt ist, macht man es mit einem Bad nur noch schlimmer. Man sollte den Hund nur baden, wenn er 100% Filz-frei ist, denn durch das shamponieren verfilzt und verknotet sich Fell noch mehr.
Viele Leute unterschätzen einfach den Pflegeaufwand einiger Rassen. Havaneser, Pudelmischlinge, Shi-Thzu, Malteser, Bichons oder Tibet Terrier o.ä. müssen regelmäßig, ja sogar täglich gebürstet werden, sonst verfilzen sie bis auf die Haut. Wenn ihr selber nicht mit eurem Hund klar kommt, weil er sich von euch nicht bürsten lässt, dann macht einen Termin bei mir aus, ich helfe euch gerne bei der richtigen Fellpflege 🙂 .

Fellpflege beim Golden Retriever – aber bitte ohne Schermaschine

Golden Retriever Fellpflege

Golden Retriever nach der Fellpflege

Immer wieder rufen bei uns im Hundesalon Leute an, die ihren Golden Retriever abscheren lassen möchten. Dann sagen wir, wie jedes mal: NEIN, das machen wir nicht. Wir klären die Leute immer wieder auf, warum es nicht gut ist, Hunde mit einem zweischichtigen Fell abzuscheren. Zweischichtiges Fell besteht aus Deckhaar und Unterwolle. Die Unterwolle sitzt direkt an der Haut und verhindert, dass das Fell wie eine Klimaanlage funktionieren kann. Das Fell jeder Rasse hat eine Funktion, sie schützt vor Sonne, Hitze, Nässe und Schmutz. Nimmt man ihnen das Deckhaar und schert es bis auf die Haut kann das Fell die Haut vor genau diesen Umwelteinflüssen nicht mehr schützen. Der zweite wichtige Aspekt ist, dass die tote Unterwolle durch das Scheren nicht entfernt wird und weiterhin an der Haut stecken bleibt. Man hat dem Hund damit keinen Gefallen getan und eine Schur bietet dem Hund Null Mehrwert, denn das schützende Deckhaar ist weg und die lose, tote Unterwolle ist noch da. Ich kenne mehrere Fälle von geschorenen Hunden, die sich nicht mehr vor die Tür getraut haben. Nimmt man einem Hund sein Fell und rasiert es bis auf die Haut, nimmt man ihm den Schutz vor Umwelteinflüssen und Parasiten. Stellen Sie sich vor, Sie müssten nackt auf die Straße gehen. Und zu guter Letzt wird das Fell nach dem Scheren lockiger und verwollt mehr. Man macht das eigentliche Problem also schlimmer.

Richtige Fellpflege beim Golden Retriever

Fellpflege beim Golden Retriever

Golden Retriever Fellpflege Rassestandart

Ich empfehle dagegen den Hund richtig auszubürsten, die Unterwolle rauszuholen und das lose Deckhaar zu entfernen. Je nach dem, wie viel Unterwolle der Hund hat empfehle ich den Hund erst zu bürsten um Verfilzungen und sehr feste Unterwolle zu lockern. Man sollte jede Woche einmal mit einem Kamm die Unterwolle ausbürsten, und alle zwei bis drei Monate zur professionellen Fellpflege zu einem Hundefriseur gehen. Viele Hundebesitzer sind oft erstaunt, wie viel Unterwolle ich noch aus ihrem Hund heraus hole, wurde dieser doch letzte Woche erst gründlich gebürstet 🙂 . Nun auch bei den Retrievern gibt es unterschiedliche Züchtungen, die einen haaren mehr, die anderen weniger. Aber egal, wie stark euer Goldie haart, er muss von der lästigen, toten Unterwolle befreit werden. Es geht mir nicht darum jeden Goldie auf Rassestandart zu schneiden. Ich habe einige Kunden, die fast nichts geschnitten haben wollen, weil ihr Hund einfach so toll aussieht. Es geht darum, dem Hund eine Erleichterung zu verschaffen, denn alles, was tot ist, sollte raus. Ihr wohnt mit euren Hunden unter einem Dach, also lasst sie nicht verwahrlosen und pflegt sie regelmäßig. Ich kann nicht verstehen, wie manche Leute mit verfilzten, muffenden und dreckigen Hunden zusammenleben können. Aber dazu mehr in einem anderen Artikel. Also lasst eure Hunde regelmäßig von einem Profi pflegen, er wird euch dankbar sein, und ihr werdet euch mit einem gepflegten Hund viel wohler fühlen!

Wie oft darf ich meinen Hund waschen?

Heute widme ich mich einem sehr umstrittenen Thema, das Waschen von Hunden. Die These, dass man einen Hund nur einmal im Jahr waschen sollte hält sich seit Jahrzehnten sehr hartnäckig. Früher war das auch so, da die Produkte für Hunde früher nicht sehr gut waren. Und auch Kritiker sagen, das der Hund früher in der freien Wildbahn ja auch nicht gewaschen wurde. Nun, liebe Leute, das ist schon richtig, aber der Hund wohnt nun mal heutzutage mit uns unter einem Dach, teilt sogar mit den einem oder anderen Zweibeinern das Bett. Da sollte der Hund schon gepflegt sein, nicht haaren und komisch riechen.

Mops Leo wird alle zwei Wochen enthaart und gewaschen

Mops Leo wird alle zwei Wochen enthaart und gewaschen

Nun, ich habe ja einen Mops, und der haart und riecht ziemlich doll, deswegen wird er auch alle zwei Wochen einem Fellpflegeprogramm unterzogen 🙂 . Aber erst einmal zu den Grundlagen des Waschens. Das Hundefell hat einen anderen Ph-Wert als die Hundehaut. Beim Waschen wird der Fettfilm des Fells „abgewaschen“. Um die Rückfettung des Fells zu gewährleisten ist es zwingend notwendig den Hund nach dem Waschen mit einem Conditioner zu waschen. Mittlerweile gibt es so gute Hundepflegeprodukte auf dem Markt, dass man mit dem richtigen Produkt einen Hund jeden Tag waschen kann. Aber bitte Finger weg von Menschenshampoo, das ist für den Ph-Wert des Menschen ausgelegt und auch von 2 in 1 Produkten ist dringend abzuraten, denn man kann nicht zwei Ph-Werte in ein Produkt packen. Menschenshampoo ist viel zu scharf für das Hundefell und lässt das Fell sehr schnell strähnig und fettig aussehen.

Aber auch Hundeshampoos von führenden Menschenshampoo Herstellern sind nicht gerade die beste Wahl. Ich hatte letztens eine Kundin, die das Hundeshampoo eines sehr bekannten Friseurs gekauft hat, nach einigen Waschgängen wurde das Fell ganz fettig und sie bat uns ihren Hund zu waschen. Ich habe sie darüber aufgeklärt, dass diese Firma keine Ahnung von Hundefell hat, es verkauft sich aber einfach nur gut, wenn man als namenhafter Friseur auch ein Hundeshampoo auf den Markt bringt. Und leider ist das auch mit vielen Billigprodukten so, die man im Fressnapf und Co. kaufen kann. Zu viel Chemie, nicht ökologisch abbaubar, zu wenig Wirkung oder zu scharf für das sensible Hundefell.

Täglich den Hund waschen - mit den richtigen Produkten ja

Täglich den Hund waschen – mit den richtigen Produkten ja

Ich habe mit meiner Geschäftspartnerin Kristine schon eine ganze Menge Shampoos getestet, zum Teil waren da Shampoos dabei die so schlimm parfümiert waren oder einfach ganz doll schlimm gerochen haben, dass wir unsere Hunde noch einmal waschen mussten. Wir verwenden bei uns im Hundesalon nur Produkte von Iv San Bernard aus Italien. Das ist derzeit eines der besten Produkte auf dem Markt. Natürlich könnt ihr diese Produkte auch bei uns kaufen. Wir waschen täglich Hunde mit diesen Produkten und haben noch nie schlechte Erfahrungen mit diesen Shampoos gemacht. Die Shampoos von Iv San Bernard sollten mit Wasser verdünnt werden und am besten wäscht man den Hund mit einem Schwamm. Danach gründlich ausspülen und dann den Conditioner in der Hand verteilen und mit beiden Händen den Hund damit einreiben. Die Einwirkzeit beträgt drei Minuten. Gründlich ausspülen und fertig ist der Hund. Ich wünsche euch viel Spaß beim Waschen 🙂 .

Hunde sollten regelmäßig gewaschen werden

Hunde sollten regelmäßig gewaschen werden

feingemacht Fotoshooting mit Mops die Zweite!

Heute habe ich mal wieder ein Fotoshooting mit dem umwerfenden Christof Mattes gehabt. Da ich mich seit dem letzten Shooting optisch ziemlich verändert habe, wollte ich einfach ein paar neue Bilder für meinen Blog haben. Also hat Christof mir seine wertvolle Zeit gewidmet und wir haben vorhin geshootet. Die Bilder sind noch nicht fertig bearbeitet, aber damit ihr einen kleinen Vorgeschmack bekommt, was wir so bei dem Shooting gemacht haben sind hier ein paar Impressionen für euch.

Hundefriseur feingemacht bei einem neuen Fotoshooting mit Christof Mattes

Ein Fotoshooting für feingemacht mit Christof Mattes macht immer riesen Spaß!

feingemacht steht für gut frisierte und gepflegte Hunde. Aber ohne Chichi wie Spangen, gefärbtes Fell, lackierte Krallen oder komische Kostüme.

Ich danke Christof für das Shooting und freue mich auf die neuen Bilder! 🙂

Hundefriseur – ein anspruchsvoller Beruf, der eigentlich keiner ist

Was genau tut ein Hundefrisör?

Beim Hundefriseur gehts haarig zu!

Hundefriseure gibts viele. Denn jeder kann sich eine Schermaschine, Scheren und Kämme kaufen und sagen er sei Hundefriseur. Das hat oft fatale Folgen: Hunde werden bis auf die Haut abgeschoren, werden mit der Schere oder der Schermaschine verletzt oder bekommen merkwürdige und äußerst fragwürdige Frisuren, wie gefärbte Haare, alberne Zöpfe oder bunte Krallen. Und da mich das so sehr ärgert, schreibe ich heute über das Thema Hundefriseur. Den Beruf Hundefriseur gibt es also nicht! Hunde sind in Deutschland leider nur eine „Sache“ und somit wäre es also „nur“ Sachbeschädigung, wenn ein Hundefriseur einen Hund verletzt. Es gibt einige Schulen, die die „Ausbildung“ zum Hundefriseur anbieten. Da zahlt man dann für 4 Wochen Ausbildung mehrere Tausend Euro und ist dann Hundefriseur. Hurra!

Als Hundefriseur zu arbeiten macht mich sehr glücklich

Als Hundefriseur zu arbeiten macht mich sehr glücklich

Aber kann man nach 4 Wochen schon professionell mit Hunden umgehen? NEIN! Ich mache diesen Job bereits 2 Jahre und komme manchmal immer noch in Situationen, wo ich ins Schwitzen komme. Ich finde es höchst fragwürdig, wenn jemand nach 4 Wochen Ausbildung einen eigenen Salon aufmacht. Mal davon abgesehen erlernt man in 4 Wochen niemals alle Rassen und deren Rassestandard. Das ist auch der Grund, warum ich oft Hunde sehe, die nicht wie für ihre Rasse typisch aussehen. Klar ist das Geschmackssache, wie ein Hund aussieht, aber ein guter Hundefriseur sollte wissen, wie eine Rasse auszusehen hat. Dann wäre da noch der hygienische Aspekt. Ich reinige und desinfiziere nach JEDEM! Hund meine Geräte und den Trimmtisch. Das tut leider auch nicht jeder Hundefriseur. Sicherheit wird bei mir und Kristine auch ganz groß geschrieben. Jeder Hund wird auf dem Trimmtisch festgemacht. Auch wenn das im ersten Moment komisch aussehen mag, aber es dient der Sicherheit des Hundes.

Ein Foxterrier, der per Hand nach Rassestandard getrimmt wird

Ein Foxterrier, der per Hand nach Rassestandard getrimmt wird

Ich höre von meinen Kunden leider oft sehr fragwürdige und unglaubliche Geschichten, die sie bei anderen Hundefriseuren erlebt haben. Es fängt schon damit an, dass die Hunde oft über mehrere Stunden dort sind. Was machen die solange mit den Hunden? Bei uns ist ein Hund maximal 1,5 Stunden, denn länger sollte man den Hund nicht auf dem Tisch lassen, weil es zu anstrengend und stressig für das Tier ist. Auch „horten“ wir keine Hunde in Käfigen und lassen sie dort über Stunden warten. Auch rauchen wir nicht in Gegenwart des Hundes. Eine der wohl schlimmsten Sachen sind aber gefärbte Hunde. Das ist in China und Amerika gerada ganz großer Trend. Ich kann da einfach nur mit dem Kopf schütteln. Da werden die Hunde über Tage in stundenlangen Sitzungen gefärbt und bekommen komische Muster ins Fell geschnitten. Mit Fellpflege hat das nichts mehr zu tun, und süß finde ich das auch nicht. Aber die wohl schlimmste Sache, die passieren kann, ist einen Hund zu verletzen. Da habe ich leider schon zwei schlimme Geschichten mitbekommen und bin schockiert. Da man es als Hundefriseur mit einem Lebewesen zu tun hat, dass nicht immer still hält und auch mal zappelt ist es umso wichtiger souverän zu sein und Geduld zu haben. Denn mit einer scharfen Schere oder einer Schermaschine kann man einen Hund ziemlich schlimm verletzen. Ich behaupte mal, dass man nach 4 Wochen Ausbildung noch nicht wirklich souverän und sicher mit der Schere umgehen kann. So ging es mir zumindest. Es hat ein Jahr gedauert, bis ich mich wirklich zu 100% sicher an einem Hund gefühlt habe. Und auch heute, nach 2 Jahren Praxis gibt es Situationen mit schwierigen Hunden, bei denen ich zweimal tief durchatmen muss.

Für jeden Felltyp gibt es eine individuelle Fellpflege

Für jeden Felltyp gibt es eine individuelle Fellpflege

Das ist wohl auch der Grund, warum man bei vielen Hundefriseuren auch nicht bleiben darf sondern nur den Hund abgibt. Bei uns ist das nicht so. Die Kunden dürfen bleiben (sofern die Hunde ruhig bleiben). Klar gibt es auch Hunde, die verhalten sich viel ruhiger, wenn die Besitzer gehen. Das muss man immer individuell entscheiden. Das wichtigeste ist das Wohl des Hundes, dieser muss sich wohl fühlen. Letztendlich ist es aber ein anspruchsvoller Job und man muss sich sehr auf seine Arbeit konzentrieren. Aufgeregte, laute und schrille Hundebesitzer sind da selten hilfreich. Nun fragen sich viele, wie man einen guten Hundefriseur erkennt.

 

Spaß bei der Arbeit und die Liebe zu den Hunden ist mein Credo

Spaß bei der Arbeit und die Liebe zu den Hunden ist mein Credo

Wichtig ist, dass der Hundefriseur nicht einfach jedes Fell abschert, sondern die unterschiedichen Fellsorten kennt und auch weiß, was man damit macht. Auch Rassestandards sollte er kennen, auch wenn nicht jeder Besitzer darauf besteht. Er sollte auch die Psyche des Hundes erkennen, nicht jeder Hund braucht gleich einen Maulkorb oder gar Schläge! Er sollte auch erkennen, wenn der Hund Hautprobleme hat und es den Besitzern mitteilen. Ein vernünftiges Beratungsgespräch ist das A und O. Wir fragen Neukunden grundsätzlich erst einmal über den Hund aus :-). Rasse, Fell, Krankheiten, ob der Hund schon einmal beim Hundefriseur war, welche Ticks er eventuell hat (ob er frech ist), ob die Besitzer den Hund auch selbst kämmen, ob er baden und föhnen kennt etc. All diese Dinge sollte ein guter Hundefriseur bei einem Neukunden wissen, um entsprechend mit dem Hund umgehen zu können. Auch ich habe ängstliche, nervöse, sehr alte, freche oder aggressive Hunde auf meinem Trimmtisch und passe mich jedem Hund individuell an. Man muss mit den Hunden „reden“ und ihnen „zuhören“, erst dann dann kann man ein guter Hundefriseur sein. Also fragt den Hundefriseur ruhig Löcher in den Bauch und schaut euch den Hundesalon genau an, bevor ihr euren geliebten Vierbeiner dort abgebt :-).